Die Marktvolatilität wird durch Schwankungen der Preise zugrunde liegender Vermögenswerte angetrieben, die wiederum von verschiedenen Marktkräften beeinflusst werden, darunter die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten und makroökonomischer Ereignisse. Im Folgenden werden einige Schlüsselfaktoren aufgeführt, die Angebot und Nachfrage am Markt sowie die Gesamtvolatilität beeinflussen.
Wirtschaftsindikatoren: Regelmäßig veröffentlichte Wirtschaftsdaten wie das BIP-Wachstum, die Handelsbilanz, die Inflationsrate und Zinsentscheidungen haben oft einen erheblichen Einfluss auf die Marktvolatilität. Weichen die tatsächlichen Daten deutlich von den Markterwartungen ab, passen Händler ihre Strategien schnell an, was zu starken Preisschwankungen führt. Beispielsweise haben Zinsentscheidungen erhebliche Auswirkungen auf die Aktien- und Anleihemärkte: Zinserhöhungen können Unternehmensgewinne und Konsumausgaben dämpfen und somit die Marktstimmung trüben; Zinssenkungen hingegen kurbeln Investitionen und Konsum an und treiben die Vermögenspreise in die Höhe.
Inflationsdaten sind ebenso entscheidend. Fällt die Inflationsrate höher als erwartet aus, kann dies den Markt veranlassen, den geldpolitischen Kurs der Zentralbank neu zu bewerten, was zu einer Neubewertung von Vermögenswerten und erhöhter Volatilität führt.
Politische Faktoren und politische Veränderungen: Politische Ereignisse und politische Veränderungen wie Wahlen, Gesetzgebungsverfahren und geopolitische Spannungen beeinflussen häufig die Marktstimmung und führen so zu Volatilität. Beispielsweise zwingt die Unsicherheit im Zusammenhang mit Wahlen Händler dazu, mögliche politische Entwicklungen zu antizipieren. Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaftsentwicklung können das Marktvertrauen stärken, während Handelsstreitigkeiten oder Zölle Lieferketten unterbrechen, Preise in die Höhe treiben und die Marktvolatilität verstärken können. Darüber hinaus können regulatorische Maßnahmen, die auf bestimmte Branchen (wie Technologie, Gesundheitswesen und Energie) abzielen, die Volatilität dieser Sektoren erheblich erhöhen.
Globale Ereignisse und Krisen: Unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen, globale Pandemien und internationale Konflikte gehen typischerweise mit hoher Unsicherheit einher und erhöhen die Marktvolatilität oft deutlich. So hat beispielsweise die COVID-19-Pandemie globale Lieferketten massiv beeinträchtigt und die Wirtschaftstätigkeit gedämpft, was zu starken Schwankungen an den globalen Märkten führte. Naturkatastrophen wie Hurrikane und Erdbeben können direkte Auswirkungen auf bestimmte Branchen haben, insbesondere auf Rohstoff- und Energiemärkte. Internationale Konflikte können Sorgen um die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen wie Rohöl auslösen und dadurch deren Preise in die Höhe treiben sowie die allgemeine Marktinstabilität verschärfen.
Unternehmensnachrichten: Unternehmensnachrichten wie Quartalsberichte, Fusionen und Übernahmen sowie Produkteinführungen beeinflussen häufig die Volatilität einzelner Aktien und können Branchen und sogar den Gesamtmarkt beeinträchtigen. Starke Gewinnberichte oder erfolgreiche Produkteinführungen können das Vertrauen der Anleger stärken, die Aktienkurse steigen lassen und die Marktstimmung verbessern. Bleiben die Gewinne jedoch hinter den Erwartungen zurück, werden behördliche Strafen verhängt oder scheitert die Produktentwicklung, kann dies einen großflächigen Ausverkauf auslösen und die allgemeine Marktvolatilität erhöhen, insbesondere wenn das Unternehmen einen bedeutenden Einfluss in der Branche hat.